Ochsenkopf 1.024 m, zweithöchster Berg des Fichtelgebirges. 1317 als "der Walt zu dem Vythenberge" bezeichnet, ab dem 15. Jhd. in der Literatur Fichtelberg, Vichtelperg genannt.
1491 erhielt Lorenz v. Ploben zu Nürnberg das Bergwerk auf dem Fichtelberge "bei dem Ochsenkopf" zu Lehen. Es handelt sich dabei um einen Felsen 200 m nw des Asenturmes, in den das Bildnis eines Stierhauptes eingemeißelt wurde und so dem ganzen Berg seinen Namen gab.
Das Wahrzeichen ist heute noch zu sehen.
Der Bergbau auf Gold und Eisen, der im gesamten Bergmassiv betrieben wurde, begründete auch viele Sagen. Kaiser karl oder König Salomon sollen im Bergesinneren wohnen. Walen und Venediger sollen bereits in vorgeschichtlicher Zeit die "fündigen Örter" von edlen Metallen in sog. Walenbüchlein aufgezeichnet haben.
Als "Krone des Berges" wird der Aussichtsturm Asenturm bezeichnet, 1922/23 vom FGV errichtet; im Turmumbau eine vielbesuchte Berggaststätte mit 250 Sitzplätzen.
20 m nw des Asenturmes auf der Granitblockhalde sächsischer Vermessungs-pfeiler, technisches Denkmal der Geodäsie. 1876 angelegt im Zuge der europäischen Gradmessung als südlichster Trigonometrischer Punkt des sächsischen Hauptdreiecksnetzes. Das weithin sichtbare Erkennungszeichen des Ochsenkopfes ist der 177 m hohe Sendeturm (Stahlbetonteil 163 m, Plattformen in 19, 22, 131, 106 m) des Bayerischen Rundfunks, erbaut 1957/58.
Ausgestrahlte Programme: 1. Fernsehprogramm ARD und Regionalprogramme, UKW-Rundfunkprogramme Bayern 1-5, Deutschlandfunk, Antenne Bayern.
Seit 1969 Sesselbahnen zum Gipfel:
Talstation Süd in Fleckl (Gem. Warmensteinach), Bahnlänge 1873 m, Fahrzeit 14 min;
Talstation Nord in Fröbershammer (Gem. Bischofsgrün), Bahnlänge 2241 m, Fahrzeit 17 min.